Finanzierung von Folgeinvestitionen

Die dritte übliche Finanzierungsfrage im Rahmen eines Ordinationslebens sind die Folgeinvestitionen. Nämlich wenn der Betrieb läuft und irgendein Wirtschaftsgut neu angeschafft werden muss. „Oder wenn es sich um Investitionen handelt, die zu Beginn zwar gewünscht, aber einfach nicht möglich waren und man sich diesen Wunsch dann etwas später erfüllt, wenn die Ordination rund läuft.“

Wirtschaftlichkeitsprüfung

Auch hier ist eine Wirtschaftlichkeitsprüfung notwendig. „Wir müssen wissen, ob sich das rechnet, die Investitionsalternativen prüfen und den Kunden unter Umständen auch vor Fehlinvestitionen schützen.“ Experte Bauer überprüft die Investitionsvorhaben zu diesem Zweck gerne mit Vergleichswerten, die hausintern in einer auf Ärzte spezialisierten Abteilung berechnet werden. „Es ist jedoch von Vorteil, wenn sich der Kunde schon Gedanken gemacht hat und eine Plausibilitätsrechnung vorlegen kann.“

Fristen beachten

Vor jeder Finanzierung von Folgeinvestitionen empfiehlt sich eine rechtzeitige Kontaktaufnahme mit der Bank, selbstverständlich unter Einbeziehung des Steuerberaters. Bauer ist ein Freund von Finanzierungen mit sogenannter „fristenkonformer Laufzeit“: „Ein Wirtschaftsgut sollte nur so lange finanziert werden, wie es seine Lebensdauer bzw. seine steuerliche Abschreibemöglichkeit zulässt. „Fristenkonforme Finanzierungen stellen zum überwiegenden Teil sicher, dass man auch benötigte Ersatzinvestitionen tätigen kann, deren eventuell notwendige Finanzierung das Ordinationsbudget nicht zusätzlich belastet.“

Zinsanpassungen

Für die Zinssatzanpassung gibt es zwei mögliche Wege: Entweder man lässt den Kredit wie bereits beschrieben an einen Indikator binden und muss dann damit leben, dass er mit dem Markt auf und ab geht. Oder man schließt eine Fixzinsvereinbarung mit seiner Bank ab. „Dieses sind etwas teurer, beispielsweise derzeit rund 0,5 Prozent- punkte auf zehn Jahre. Denn die Bank muss für das Risiko Geld verlangen, dass der Marktzinssatz im Laufe der Zeit steigt. „Und dieses Risiko ist da, denn aus derzeitiger Sicht kann es nicht mehr weiter nach unten gehen.“

Risikobereit?

Die Entscheidung, wie Sie Folgeinvestitionen gestalten, hängt natürlich auch von der Bonität und von der individuellen Risikobereitschaft ab. „Man kann den Kredit natürlich auch in zwei Teile aufteilen. Je größer die Summe ist, desto mehr sollte eine Aufsplittung überlegt werden. Aber Vorsicht: Kredite mit Fixzinsvereinbarung lassen sich üblicherweise nicht ohne Pönale vorzeitig auflösen.“ Für den Einsatz allfällig vorhandener Eigenmittel gibt Bauer derzeit eine klare Empfehlung: Eigenmittel haben Sinn, weil es derzeit nur marginale Habenzinsen gibt, von denen die KESt auch noch einen Teil frisst.“ Im großvolumigen Bereich gibt es schon Negativzinsen. Aber auch das wird sich wieder ändern. „Wir erwarten spätestens Ende 2019 moderate Steigerung. Weiter können wir nicht blicken, starke Zinsanstiege erwarten wir aber auch darüber hinaus nicht“, sagt Bauer abschließend.

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